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Vom Weinbaugebiet Saale-Unstrut haben viele schon gehört, aber vom Unstrut-Radweg?
So wollten wir dieses unbekannte Terrain an einem verlängerten Wochenende erkunden und begannen an der Quelle, 13 km von unserem Ausstiegsbahnhof Leinefelde entfernt, im Nordosten von Thüringen.
Von da an ging es zwar nicht immer, doch überwiegend eben auf meist spitzenmäßigem, neuem Radwegbelag durch abwechslungsreiche Landschaft, Fachwerkstädtchen wie Mühlhausen und Bad Langensalza, vorbei an Wasserburgen und durch Kirschbaum-Alleen, wobei eine bei 33 Grad Celsius anscheinend notwendige Abkühlung in der oft radwegbegleitenden Unstrut uns für eine Besichtigung der Himmelsscheibe in der Arche Nebra 10 Minuten zu spät kommen ließ.
Highlight des ansonsten für manche zu erlebnisarmen Abends war der Test von Unstrutweinen und das Urteil war einstimmig: er mundet ausgezeichnet!
Der Abstecher zu einem Naturschutzgebiet mit Orchideenwiese zeigte auch hier die Folgen der vorangegangenen Trockenheit. Von den Orchideen blühte nur noch Händelwurz, rotbrauner Sitter, Fliegenragwurz und ein Exemplar der prächtigen Bienenragwurz. Die 3 Wochen zuvor noch in voller Blüte stehenden Bestände von Diptam und Türkenbundlilie waren total verwelkt, die Fotos stammen von der Vorbereitungstour.
Nach trockenem Durchradeln des Weinbaugebietes um Freyburg, dort gäbe es u. a. die Sektkellerei Rotkäppchen (aber kein Allohol am Lenker!), wurde zum Abschluß der Tour noch Naumburg mit der Uta im Dom besichtigt.
Zu guter Letzt gelang es dann dank Rotkäppchen, den zutiefst betroffenen Tourenleider wieder zu besänftigen, hatte sich doch schon am ersten Tourentag eine Mitradlerin hinter seinem Rücken völlig grundlos bei einer Passantin nach dem richtigen Wegverlauf erkundigt.
Die trotz mehrmaligem Umsteigen problemlose und dank Schönes-Wochenende-Ticket auch sehr preisgünstige Rückfahrt wurde u. a. dazu genutzt, Pläne für eine Weintour nächstes Jahr zu schmieden, voraussichtlich an der Mosel.
Erwin Attenberger
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