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Zur Radwegsituation in Hof

Als Neu-Hofer fällt mir vielleicht manches auf, womit sich Alteingesessene schon längst abgefunden haben. Wenn mich Kollegen, die ebenfalls von München nach Hof ziehen müssen, fragen, welches Fahrrad denn hier zu empfehlen ist, dann rate ich allen zu einem vollgefederten Mtb bzw. zu möglichst guter Federung. Die Radwege in Hof sind brutal steil abgesetzt an den Straßenquerungen. Allerdings gibt es auch einige Stellen mit gut abgeschrägten Granit-Bordsteinen, was zeigt, dass es auch anders machbar wäre.

Noch einige konkrete Ärgernisse bzw. Gefahrenstellen:

Von der Marien- oder Bahnhofstrasse kommend auf die Hans-Böckler-Strasse unter der Bahn durch muss man auf den kombinierten Fußgänger/Radweg, welcher an der ersten Strasseneinmündung nach rechts weiterführt und Geradeaus-Radler zwingt, abzusteigen, ihr Rad runterzuheben und sich in den mehrspurigen Strassenverkehr einzufädeln.

Von der Ernst-Reuter-Strasse kommend bzw. diese überquerend in die Kulmbacher Strasse wird der Radweg nach wenigen Metern auf die Kulmbacher Strasse ausgeleitet ohne irgendeine Kennzeichnung auf der Strasse oder Hinweise für die Autofahrer, welche plötzlich auf die Fahrbahn wechselnde Radler vor sich haben.

Es wäre schön, wenn bei der ja demnächst stattfindenden Diskussion mit den für Radwege Verantwortlichen die Situation sowohl kurz- wie auch langfristig verbessert werden könnte.

Ein kleines Zeichen der Hoffnung: Am LfU in Hof, der ehemaligen Schmidt-Bank mit 300 Arbeitsplätzen, waren 10 schlecht überdachte Fahrradabstellplätze vorhanden. Vor kurzem haben wir erreicht, dass 38 zusätzliche Stellplätze in der bisher Dienstfahrzeugen vorbehaltenen Tiefgarage eingerichtet wurden (und diese auch schon eifrig genutzt werden).

Mit besten Grüßen

Erwin Attenberger

Bayerisches Landesamt für Umwelt

Dienststelle Hof